Kampf gegen Müllsünder

Fehlverhalten einzelner Mieter belastet die gesamte Hausgemeinschaft!

Alte Möbel und andere ausrangierte Einrichtungsgegenstände werden in Miethäusern mit mehreren Wohneinheiten nicht selten einfach in den Gemeinschaftskeller gestellt, im Treppenhaus oder neben den Mülltonnen zurückgelassen. Doch wer sich auf eine solche Weise seines Sperrmülls entledigt, blockiert unter Umständen nicht nur Fluchtwege, die zwingend einzuhalten sind, sondern macht es sich zulasten der gesamten Hausgemeinschaft einfach. Denn die Kosten für eine Entsorgung solcher Hinterlassenschaften (unter Umständen mehrere Hundert Euro) können gemäß eines Urteils des Bundesgerichtshofes vom 13.01.2010 (VIII ZR 137/09) auf die Betriebskosten umgelegt werden – jeder Mieter zahlt also anteilig für den anonymen Müllsünder mit. Dies ist vor allem deshalb besonders ärgerlich, da die Abfallwirtschaft Lahn-Dill eine kostenlose Abholung des Sperrmülls anbietet.

Wer also alte Möbel, Teppiche, Matratzen und sperrige Abfälle aus dem Haushalt, die nicht in die Restabfalltonne passen, ordnungsgemäß und kostenfrei entsorgen möchte, kann eine Abholung einfach montags bis freitags von 7.30 bis 16.00 Uhr unter der Rufnummer 06441/ 407-1899 anmelden. Der genaue Termin wird Ihnen in der Regel zeitnah mitgeteilt. Die einzelnen Sperrgüter dürfen nicht länger als 2 Meter sein und nicht mehr als 50 Kilogramm wiegen. Insgesamt ist pro Abfuhr ein Gewicht von 5 Kubikmetern zulässig. NICHT im Sperrmüll entsorgt werden dürfen in Kartons verpackte Kleinigkeiten, Elektrogeräte, Kraftfahrzeugteile, Altreifen, Metallgegenstände, Lampen, Markisen, Zäune, Geländer, Sichtschutzzäune, Schilfrohrmatten, gefährliche Abfälle oder Chemikalien. Noch ein Tipp von uns: Haben Sie nur wenige Gegenstände zu entsorgen, fragen Sie doch einfach einmal bei den Mitmietern nach, ob ebenfalls Interesse besteht.

Wer Möbel und andere Gebrauchsgegenstände loswerden möchte, die zu schade sind für den Abfall, der kann diese im Online-Verschenkmarkt einstellen, den die Abfallwirtschaft Lahn-Dill gemeinsam mit der Stadtreinigung Wetzlar betreibt. Dieser Service ist kostenlos, allerdings nicht für eine kommerzielle Nutzung gedacht. Es dürfen lediglich Dinge eingestellt werden, die verschenkt werden sollen.

Möbel und andere sperrige Haushaltsgegenstände, die noch zu gebrauchen sind, können alternativ aber auch im GWAB-Recyclingzentrum, Westendstraße 15, 35578 Wetzlar abgegeben werden, wo sie für den günstigen Wiederverkauf im GWAB-Betrieb „Das andere Kaufhaus“ aufgearbeitet werden. Nach Absprache holen Mitarbeiter der GWAB gebrauchsfähige Möbelstücke auch gerne bei Ihnen ab. Weitere Informationen erhalten Sie unter der Rufnummer 06441/92475-16.

Kein Plastik im Biomüll!

Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill kontrolliert seit Montag, dem 10. Juli wieder verstärkt Biotonnen, um Verbraucher ggf. auf eine unzureichende Mülltrennung hinzuweisen.

Artikel Biomüll

 

Die Gemeinnützige Bau- und Siedlungs­genossen­schaft Herborn besteht nun seit 70 Jahren

Politik müsse Preistreiberei beenden

Zur Mitgliederversammlung 2017 und zu ihrem 70. Geburtstag hat die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Herborn eG (GBS) für Mittwoch in die Herborner Konferenzhalle eingeladen.

Foto: Ehrung GBS

70 Jahre Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Herborn: Mit großem Interesse verfolgten über 200 Mitglieder und Gäste das Jubiläumsprogramm. (Foto: Gerdau)

Die GBS hält derzeit mit 1315 Mitglieder den höchsten Bestand seit Gründung, berichtete Geschäftsführer Mark-Thomas Kling. Die Tendenz sei weiterhin steigend. Dies sei auf den Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum und dem Interesse vieler Menschen aus dem Umland nach Herborn zu ziehen geschuldet.

Er forderte die Politik auf, „endlich mit der Preistreiberei und der Selbstbedienung bei den Energieträgern Schluss zu machen sowie die Anforderungen der Energiesparverordnung nicht noch weiter zu verschärfen“. Vom Land Hessen erhoffe er sich eine Reform der Wohnraumförderung, „die letztlich wirklich breite Schichten der Bevölkerung erreiche“.

Die GBS betreibe derzeit 927 Wohneinheiten. Die neuesten Projekte seien das 7000 Quadratmeter große Berkenhoff-Grundstück im Herborner Hinterthal, auf dem mittelfristig weitere barrierefreie Wohneinheiten entstehen sollen, und ein Nahheizsystem für die Wärmeversorgung zahlreicher Wohneinheiten auf dem Herborner Schießberg. Dies wird gegenüber der Kita in der Mozartstraße entstehen und mit Gas betrieben werden.

Das 2012 von der GBS und dem Dillenburger Bauverein gegründete Dienstleistungsunternehmen ImmoDill Service GmbH ist seit dem vergangenen Jahr ganz in Händen der GBS Herborn und der Stadtwerke Herborn. Die Dillenburger Wohnbau hat ihre Anteile entsprechend veräußert.

In einem von Martina Hofmann moderierten Podium mit dem Vorstandsmitglied des Regionalverbandes VdW Südwest Claudia Brünnler-Grötsch, Mark-Thomas Kling, Herborns Bürgermeister Hans Benner (SPD) und Landrat Wolfgang Schuster (SPD) wurden die Debatte über die Wohnraumsituation vertieft. Schuster sprach sich sehr vehement für den ländlichen Raum mit Vorzügen wie bezahlbare Wohnungen aus. Jedoch sei der auch sehr verwöhnt. So sei es heute fast ein Verstoß gegen die Menschenrechte, wenn verlangt würde, ein Dorfgemeinschaftshaus in einem anderen Dorf zu benutzen, sagte er überspitzt. Hier seien Bürgermeister aber auch Landräte gefragt, die diese Dinge beherzt anpackten.

Schuster warb dafür, vor der Demografie keine Angst zu haben und die Zukunft entsprechend zu gestalten. Hier sei die GBS mit ihren barrierefreien Wohnungen schon ein großes Stück weiter und verdiene entsprechendes Lob.

Benner: Nicht jedes Bürgerhaus halten

Hans Benner sagte, dass rund um den Hessentag große Summen investiert worden seien. Das mache man nicht, wenn man keine Chancen in der Fortentwicklung sehe. Er räumte jedoch ein, dass die Kernstadt ihren Einwohnerstand zuungunsten ihrer umliegenden Stadtteile stabil halte. Dies sei auf die dort nicht besonders attraktive Infrastruktur zurückzuführen. Und: „Wir werden in Zukunft nicht jedes Bürgerhaus halten können. Da müssen Lösungen gefunden werden.“

Karin Hendriks verlässt aus beruflichen Gründen zum 1. Juli den Vorstand der GBS. Nachfolger wird Michael Benner. Dessen Platz im Aufsichtsrat nimmt Lars Heidemann ein. Aufsichtsratsmitglied Jürgen Bepperling wurde bestätigt. (sig)

Foto: Ehrung GBS

Ehrung für langjährige Mitglieder der Bau- und Siedlungsgenossenschaft: (v.l.) Geschäftsführer Mark-Thomas Kling zeichnete für 25 Jahre stellvertretend Ida Schneider und Mete Kücük sowie für 50 Jahre Hannelore Horne aus. Auch Jürgen Bepperling gratulierte. (Foto: Gerdau)

Foto: Ehrung GBS

Podiumsdiskussion: (v.l.) Martina Hofmann, Claudia Brünnler-Grötsch, Wolfgang Schuster, Hans Benner, Mark-Thomas Kling (Foto: GBS)

Foto: Ehrung GBS

Die letzten 20 Jahre GBS im Rückblick (Foto: GBS)

Die GBS plant ein Nahwärmenetz

Wohnungswirtschaft Anschluss von rund 240 Wohnungen am Schießberg vorgesehen

Herborns Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft (GBS) hat erneut ein erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht: 2016 erwirtschaftete die GBS einen Überschuss von rund 407 100 Euro. Davon sollen 104 000 Euro als Dividende an die Mitglieder gehen.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr war die Modernisierung des Gebäudekomplexes an der Ecke Mühlbach/Schmaler Weg in der Kernstadt mit rund 893 000 Euro das größte Bauobjekt. Dort ist auch die Verwaltung der GBS untergebracht. Weitere Modernisierungen an einigen der insgesamt 114 Häuser mit 927 Wohnungen, 207 Garagen, sechs Büros und zwei Gewerbeeinheiten schlugen mit rund 681 500 Euro zu Buche.

„Auch wenn unser vorrangiges Interesse darin besteht, die Mietpreise langfristig günstig zu halten, wird es aufgrund der steigenden Material- , Handwerks- und Verwaltungskosten auch zukünftig notwendig sein, die Mieten moderat im gesetzlichen Rahmen anzupassen“, schreibt Geschäftsführer Mark-Thomas Kling in seinem Jahresbericht.

2016 habe die Durchschnittsmiete bei der Genossenschaft bei 5,08 Euro pro Quadratmeter gelegen. Nennenswerte Leerstände habe es nicht gegeben.

Die Zahl der Mitglieder ist von 1224 zum 1. Januar 2016 auf 1315 zu Beginn dieses Jahres gestiegen. Sie halten 9075 Anteile. Die GBS bietet derzeit 14,5 Arbeitsplätze in Teil- oder Vollzeit.

Für das laufende Jahr rechnet die Genossenschaft mit 3,93 Millionen Euro Mieteinnahmen. Für Instandhaltungsarbeiten sind rund 1,22 Millionen Euro vorgesehen. Für Zinsaufwendungen sind es 675 000 Euro.

Mit Blick auf die Zukunft nannte Kling in einem Gespräch mit unserer Redaktion zwei Großvorhaben: Zum einen plant die Genossenschaft mit den Herborner Stadtwerken als Partner ein Fernwärmenetz auf dem Herborner Schießberg.

An der jetzigen Trafostation in der Mozartstraße zwischen Kindertagesstätte und den beiden GBS-Hochhäusern soll eine unterirdische Wärmezentrale entstehen. An diese würden dann in den umliegenden Straßen nach und nach rund 240 Wohnungen in GBS-Häusern angeschlossen werden.

Foto: GBS Gebäude Schießberg

Hier soll die Zentrale entstehen: Herborns Bau- und Siedlungsgenossenschaft plant zusammen mit den Stadtwerken die Anlage eines Fernwärmenetzes am Herborner Schießberg. (Foto: Weirich)

Zum anderen gebe es langfristige Überlegungen für das Haus im Walkmühlenweg 13 gegenüber dem Gymnasium, in dem jetzt noch das Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) untergebracht ist. Wenn die AWO ihr neues Pflegeheim auf dem Vitos-Gelände an der Austraße gebaut und bezogen hat, bleibe zwar aller Voraussicht nach ein Tagespflegeangebot der AWO in dem Haus zurück. Dieses werde die GBS dann aber zu Seniorenappartements und möglicherweise auch für zu Seniorenwohngemeinschaften umbauen, sagte Kling.

An die Versammlung für die Mitglieder schließt sich die Feier zum 70-Jährigen Bestehen an
Am Mittwoch hat die GBS aber erst einmal Grund zum Feiern: An die jährliche Mitgliederversammlung, die um 16 Uhr in der Konferenzhalle in der Kaiserstraße beginnt, schließt sich nahtlos die Feier zum 70-jährigen Bestehen der Genossenschaft an.

Wohnen ist Menschenrecht – Spendenaktion für ein Mädchenwohnheim in Mulanga

Weltweites genossenschaftliches Engagement

Wir haben das Wohl der Menschen im Blick und geben alles, damit das Wohnen in Herborn bezahlbar bleibt und sich unsere Mieter auch in Zukunft wohlfühlen.

Soziale Verantwortung endet für uns aber nicht an der Grenze unserer Stadt, unseres Landkreises oder unseres Landes. Soziale Verantwortung heißt auch, die Regionen auf der Welt nicht aus dem Auge zu verlieren, in denen Millionen von Menschen unter zum Teil prekären Verhältnissen leben und dankbar sind, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Aus diesem Grund sind wir bereits seit 37 Jahren Mitglied in der DESWOS – Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V.!
Seit seiner Gründung 1969 widmet sich der Verein der Bekämpfung von Armut und Wohnungsnot in Entwicklungsländern, bietet notleidenden Familien und sozial ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen Unterstützung beim Bau von Wohnraum und trägt damit maßgeblich zur Sicherung ihrer Existenzen bei.

Identifikation durch Selbsthilfe
Klares Motto ist dabei „Hilfe zur Selbsthilfe“ – eines der Grundprinzipien des genossenschaftlichen Wohnungsbaus kommt also auch hier zum Tragen. Dementsprechend entwickeln und planen Fachleute in den Partnerorganisationen der DESWOS die Projekte nicht am Reißbrett fernab von der Lebensrealität der Betroffenen, sondern stets in enger Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort und können so gezielt auf deren Bedürfnisse eingehen.

Zudem trägt der Ansatz, gemeinsam adäquate Lösungen zu erarbeiten, maßgeblich dazu bei, dass sich die Menschen, um die es geht, von Beginn an integriert fühlen und sich in hohem Maße mit den Projekten identifizieren. Eigenständig ein Haus zu bauen, macht die Menschen stolz, und die Zusammenarbeit innerhalb einer größeren Gruppe – mit der Nachbarschaft oder sogar der gesamten Dorf­gemeinschaft – fördert ein „Wir-Gefühl“, das auch für weitere Entwicklungsaufgaben nutzbar wird.

Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe
Über das hohe Maß an Identifikation hinaus ist die Integration der Menschen vor Ort auch aus ökonomischer Sicht ein enormer Vorteil, denn Eigenarbeit senkt die Kosten und Projektmittel verbleiben im direkten wirtschaftlichen Umfeld. Darauf wird auch beim Einkauf des Baumaterials geachtet und die Produkte vorrangig aus der Region bezogen. So gelingt es, lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und positive Effekte in möglichst vielen Bereichen der Gesellschaft zu erzielen.

Bündelung von Kompetenzen
Durch die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Partnerorganisationen kann die DESWOS auf ein breites Netzwerk zurückgreifen und somit Kompetenzen auf diversen Gebieten gewinnbringend bündeln. Im gegenseitigen Austausch von Erfahrungen können Organisationen von der Expertise der jeweiligen Partner profitieren und bei Bedarf auch auf Fachkräfte anderer Institutionen zurückgreifen.
Darüber hinaus eröffnet sich im Zuge der Projekte für viele Menschen vor Ort die einmalige Gelegenheit einer praxisorientierten Ausbildung. Menschen, die in großer Armut leben müssen, bringen nur selten eine ausreichende Vorbildung mit, um offizielle Abschlüsse oder gar Diplome zu erwerben. Werden sie in fachgerecht geleitete Projekte eingebunden, lernen sie effizient und nachhaltig und erhalten die Chance, das erworbene Wissen in weitere Projekte oder eine Erwerbstätigkeit einzubringen.

Förderung aller Lebensbereiche
Wohnen ist Menschenrecht, daher liegt ein Fokus der Arbeit der DESWOS natürlich auf der Schaffung von Wohnraum. Aber zu einem Leben unter menschenwürdigen Verhältnissen gehört neben einem Dach über dem Kopf auch sauberes Trinkwasser, eine ausreichende medizinische Versorgung, die Schaffung grundlegender hygienischer Standards, die Chance auf eine schulische und berufliche
Ausbildung sowie die Möglichkeit, durch eine Erwerbstätigkeit die Familie ernähren zu können. Die Projekte der DESWOS beziehen deshalb alle Lebensbereiche mit ein.

 

Foto: DESWOS Projekt Mulanga

Unser Einsatz im Jubiläumsjahr
Ein Land, das dringend internationaler Hilfe bedarf, ist die afrikanische Republik Sambia. Obwohl seit einigen Jahrzehnten politisch weitgehend stabil, ist die Armut in Sambia nach wie vor hoch. Rund zwei Drittel, in ländlichen Gegenden sogar drei Viertel der Bevölkerung leben unter ärmlichen Bedingungen, fast die Hälfte der Menschen ist von Mangelernährung betroffen. Hilfsorganisationen arbeiten gezielt daraufhin, eine Grundsicherung zu gewährleisten, die deutsche Entwicklungshilfe konzentriert sich vorwiegend auf den Ausbau der Wasser- und Sanitärversorgung und die Unterstützung in der Landwirtschaft.

Im sambischen Dorf Mulanga hat sich in den letzten Jahren viel getan. Mit Unterstützung der DESWOS haben Eltern und Lehrer eine Sekundarschule aufgebaut und eröffnen den Kindern damit die Chance, durch eine gute Ausbildung aus einem Leben in Armut ausbrechen zu können. Für Mädchen gestaltet sich dieser Weg aber leider oftmals besonders schwierig. Da der lange Schulweg für sie mit großen Gefahren einhergeht, müssen sie die Woche über zur Miete in privaten Unterkünften nahe der Schule leben. Da die meisten Familien schon die Kosten für Bekleidung, Verpflegung sowie das Schulgeld nur schwer aufbringen können, ist diese zusätzliche finanzielle Belastung für viele zu groß. Hinzu kommt, dass auch eine Unterbringung in fremden Familien für die Mädchen die Gefahr sexueller Übergriffe birgt. Es besteht also dringender Handlungsbedarf, um ihnen dazu zu verhelfen, in einem sicheren Umfeld leben zu können und die Schule nicht vorzeitig abbrechen zu müssen.

In unserem Jubiläumsjahr möchten wir daher ganz gezielt dazu beitragen, den Bau eines Schulwohnheims zu ermöglichen, in dem die Mädchen sicher und kostengünstig untergebracht werden und so weiterhin am Schulalltag teilnehmen können. In dem Wohnheim, das die DESWOS gemeinsam mit der katholischen Diözese Mpika plant, sollen zukünftig 44 Schlafplätze, eine ausreichende Anzahl an Sanitäranlagen sowie ein Gemeinschafts- und Hauswirtschaftsraum zur Verfügung stehen. Der Baukostenanteil für einen Wohnheimplatz wird sich auf circa 1.950 Euro belaufen – eine Summe, die von den Menschen vor Ort ohne unsere Unterstützung nie aufgebracht werden könnte, die aber über viele Generationen die weiterführende Schulbildung der Mädchen im Dorf sicherstellen kann.

Übernehmen Sie mit uns soziale Verantwortung und tragen Sie dazu bei, den Menschen in Mulanga etwas zu ermöglichen, das für uns selbstverständlich ist:

DESWOS e.V.
IBAN: DE87 3705 0198 0006 6022 21
BIC: COLSDE33XXX
Verwendungszweck: 70 Jahre GBS Herborn

Mehr Infos zum Projekt: DESWOS Mädchenwohnheim Mulanga

Herborner Baugenossen stehen gut da

GBS zahlen ihren Mitgliedern erneut vier Prozent Dividende aus / Mieterhöhung läuft

Herborns Gemeinnütziger Bau- und Siedlungsgenossenschaft (GBS) geht es augenscheinlich gut: Sie hat 2015 die Bilanzsumme gesteigert, einen Gewinn eingefahren, ihren Wohnungsbestand ausgebaut Mitglieder hinzugewonnen, – und zahlt abermals eine Dividende.

Geschäftsführer Mark-Thomas Kling liefert am kommenden Mittwoch (15. Juni) bei der Mitgliederversammlung ab 17 Uhr in der Konferenzhalle in der Kaiserstraße seinen Jahresbericht ab. Dem ist ist zu entnehmen, dass die GBS 2015 ihre Bilanzsumme im Vergleich zum Jahr davor um 217 000 Euro auf nunmehr 43,3 Millionen Euro steigern konnte. Vom Jahresüberschuss in Höhe von 460 700 Euro (2014: 150 000 Euro) hat sie rund 360 000 Euro in Rücklagen gestellt. Den Bilanzgewinn in Höhe von 101 200 Euro will die Genossenschaft in Form einer vierprozentigen Dividende auf alle Anteile an die Anteilseigner auszahlen – vorausgesetzt die Mitgliederversammlung stimmt dem zu.

Seitdem die GBS sieben Häuser der Arbeiterwohlfahrt im Walkmühlenweg in Herborn übernommen hat, verfügt sie über 927 Wohnungen in nunmehr 114 Häusern. Zu ihrem Bestand gehören außerdem 207 Garagen sechs Büros und zwei Gewerbeflächen.

Hatte in den Jahren 2013 und 2014 noch der große Neubau in der Konrad-Adenauer-Straße das „Jahresgeschäft“ der Genossenschaft beherrscht – in zwei Bauabschnitten sind dort gegenüber dem Johanneum-Gymnasium 57 barrierefreie Wohnungen entstanden – so lag das Hauptaugenmerk im vergangenen Jahr wieder auf der Sorge um den Bestand, auf Sanierungen und Modernisierungen.

Größter Brocken dabei war das Anwesen Mühlbach 4 – 8 inklusive des Hauses Schmaler Weg 8: In diesem Komplex betreibt die GBS zum einen ihre Geschäftsstelle und Verwaltung und vermietet ein Gewerbebüro an den Hausfrauenbund. Zum anderen, überwiegenden Teil aber beherbergen diese fünf Häuser 18 Wohnungen. Die Häuser wurden aufwendig modernisiert und energetisch saniert. „Das hat – verteilt auf vergangenes und dieses Jahr – rund eine Million Euro gekostet“, sagt Kling im Gespräch mit unserer Redaktion.

Foto: Mühlbach 4-8

Aktuell der dickste Brocken in der Sanierungsliste: Herborns Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft (GBS) hat das Anwesen Mühlgasse 4 – 8 inklusive des Hauses Schmaler Weg 8 für rund eine Million Euro auf Vordermann bringen lassen. Außer der Geschäftsstelle der Mitarbeiter um Geschäftsführer Mark-Thomas Kling (rechts) sind dort gewerbliche Räume und vor allem 18 Wohnungen untergebracht. (Foto: Weirich)

Saniert und modernisiert werde bei der GBS übrigens ständig und fortlaufend, berichtet der Geschäftsführer, nämlich immer dann, wenn ein Mieterwechsel ansteht. Außer für die Dauer solcher Arbeiten habe die Genossenschaft keinen Leerstand, auch wenn die Bilanz dafür eine Zahl von 1,6 Prozent ausweise. Das sei stets nur eine auf den 31. Dezember eines Jahres bezogene Momentaufnahme. Sind Sanierung- bzw. Modernisierung abgeschlossen, sei die jeweilige Wohnung auch sofort wieder belegt: „Wir haben ständig 300 Leute auf unserer Warteliste“, sagt Kling.

Im Durchschnitt aller 927 Wohnungen liegt die Miete bei 4,88 Euro pro Quadratmeter

Von den 927 Wohnungen der Genossenschaft sind 422 in der sogenannten Bindung. Das heißt – da sich die Genossenschaft auch dem sozialen Wohnungsbau verschrieben hat und für Bauvorhaben auch entsprechende Zuschüsse kassiert hat – dass sie diese 422 Wohnungen nur an Personen mit Wohnberechtigungsschein vermieten darf. Die restlichen 505 Wohnungen unterliegen nicht (mehr) dieser Preisbindung. Die Durchschnittsmiete liegt bei der Genossenschaft bei 4,88 Euro pro Quadratmeter. Allerdings laufe derzeit eine Mieterhöhung, sagte Kling.

Für die nähere Zukunft sieht der Geschäftsführer die Genossenschaft gerüstet – dazu soll auch ein erst kürzlich getätigtes Geschäft beitragen: Nach rund einjährigen Verhandlungen habe die GBS das rund 7000 Quadratmeter große, frühere Betriebsgelände von Berkenhoff im Herborner Hinterthal kaufen können. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Kling. Noch stehe zwar nicht genau fest, für welche Art von Bebauung die Genossenschaft das Grundstück nutzen werden, so der Geschäftsführer. Mit dem Abriss der alten Betriebsgebäude sei allerdings in absehbarer Zeit zu rechnen.

Foto: Hinterthal

Große Reserve: Im Herborner Hinterthal hat die GBS das rund 7000 Quadratmeter umfassende, frühere Berkenhoff-Grundstück gekauft. Was genau dort entstehen soll, steht allerdings noch nicht fest. (Foto: Weirich)

Schneeberger neu im Aufsichtsrat

Herborner Baugenossen schließen erfolgreiches Jahr ab / Treue Mitglieder geehrt

Ralph Schneeberger ist neu im Aufsichtsrat der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft Herborn eG (GBS). Die Mitgliederversammlung am Mittwoch wählte ihn einstimmig zum Nachfolger von Gabriele Jungblut.

Ebenso einstimmig bestätigten die 106 zur Mitgliederversammlung in die Konferenzhalle gekommenen Männer und Frauen Helmut Diehl als Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Geschäftsführer Mark-Thomas Kling ließ in seinem Bericht 70 Jahre GBS im Schnelldurchlauf Revue passieren und betonte, dass die Genossenschaft im zurückliegenden Geschäftsjahr umfangreiche Renovierungen in vielen ihrer auf 114 Häuser verteilten 927 Wohnungen vorgenommen habe. Erfreulich nannte er es, dass die GBS dennoch mit einer Durchschnittsmiete von 4,88 Euro pro Quadratmeter unter dem hessischen Durchschnitt von 5,78 Euro bleiben konnte.

Foto: Aufsichtsrat

Ehrungen bei der Siedlungsgenossenschaft: (v.l.) Helmut Diehl, Ralph Schneeberger, Manfred Schreiner-Heidrich, Erwin Mozek, Geschäftsführer Mark-Thomas Kling und Karin Hendriks vom Vorstand. (Foto: Gerdau)

In sechs Jahren wieder über 200 Mitglieder hinzugewonnen: 1224 gehören der GBS an

Die Zahl der Mitglieder habe sich seit 2010 von damals 996 auf heute 1224 erholt. Das Geschäftsmodell der GBS sei nicht auf möglichst hohe Mieten und kurzfristigen Gewinn ausgerichtet, sagte Kling, sondern auf dauerhafte Nutzung durch zufriedene Mieter und Mitglieder der Genossenschaft, die eine gute Nachbarschaft pflegen.

Zur Freude der Mitglieder gibt es eine Gewinnausschüttung in Höhe von vier Prozent pro Anteil.

Für ihre 25-jährige Treue zur Genossenschaft nahmen Erwin Mozek und Manfred Schreiner-Heidrich eine Ehrung entgegen. Die Auszeichnungen für ebenso lange Mitgliedschaft für Ulrich Rau, Jacek Mozek, Carrie Kopplin, Hubert Wranik, Rosemarie Gligor, Alois Lisson, Ruth Schuhmacher, Olga und Georg Hautzel, Sylvia Lisson, Ibrahim Erdem, Efim Ponotschowni und Rahmi Samanci sowie für Rudolf Stahl für 50 Jahre werden noch nachgeholt.

 

Sechs Computer für Schulen gespendet

PCs für Schulen in Herborn und Burg

Die beiden Geschäftsführer Mark-Thomas Kling (GBS) und Lars Ebertz (L-E-C.COM) übergaben vier generalüberholte Computer an Monika Hubert-Reitz, die Leiterin der Diesterwegschule, und ihren Kollegen Daniel Steuernagel. Zwei Computer erhielt die Burger Grundschule.

Wie Mark-Thomas Kling bei der Übergabe in der Diesterwegschule betonte, sind die Computer voll funktionstüchtig und wurden vor der Übergabe auf Herz und Nieren geprüft und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Hubert-Reitz zeigte sich hochzufrieden über diese Unterstützung, auf die gerade Grundschulen dringend angewiesen seien. Es sei nötiger denn je, dass bereits Schulkinder in den ersten Klassen behutsam mit den neuen Medien vertraut gemacht würden, sagte sie bei der Übergabe.

Foto: Übergabe der Computer

Übergabe der Computer an der Herborner Diesterwegschule (v. l.): Monika Hubert-Reitz, Lars Ebertz, Can-Luis (Klasse 3b), Mark-Thomas Kling und Daniel Steuernagel. (Foto: Gerdau)

„Wissen das Geschenk besonders zu schätzen“

So gebe es schon Lehrer wie Christine Funk, die IT-Beauftragte der Schule, aber bezüglich der Ausstattung mit Hardware müsse man sich seitens der Schule umschauen. Steuernagel bestätigte die Rektorin und fügte hinzu, dass weiterführende Schulen besser ausgestattet seien. Daher „wissen wir das Geschenk ganz besonders zu schätzen“.

In der Computer-AG als freiwillige Leistung der Schule werden die Schüler im Umgang mit PC und Benutzersoftware geschult, und auch im allgemeinen Unterricht baut die Schule den „Rechenknecht“ immer wieder gezielt ein. (sig)

 

Hessentag 2016: Die GBS bedankt sich für 10 tolle Tage!

Hessentag 2016

Herborner GBS ist gewachsen – sowohl an Mitgliedern als auch an Wohnungen

Gute Nachricht für die 1176 Mitglieder der Gemeinnützige Bau- & Siedlungsgenossenschaft eG (GBS) in Herborn: Die GBS will 85 800 Euro aus ihrem Überschuss als vierprozentige Dividende an sie ausschütten.

Wenn Geschäftsführer Mark-Thomas Kling am Mittwoch (10. Juni) ab 17 Uhr vor die Mitgliederversammlung in der Konferenzhalle in der Kaiserstraße tritt, dann kann er eine aus Sicht des Vorstands gute Jahresbilanz für 2014 vorlegen: Die Bilanzsumme erhöhte sich von 35,6 auf 43,1 Millionen Euro. Das Eigenkapital stieg von 12,6 auf 12,9 Millionen Euro, und die Umsatzerlöse wuchsen von 4,1 auf 4,5 Millionen Euro. Der Gesamtjahresüberschuss betrug 150 000 Euro.

Altersgerechtes Wohnen in Herborn

Nahm im vergangenen Jahr einen Hauptteil des Arbeits- und Investitionsaufkommens der Herborner Bau- und Siedlungsgenossenschaft in Anspruch: der zweite Abschnitt des barrierefreien Neubaus in der Konrad-Adenauer-Straße in Herborn. In der Außenanlage kann man auch Gartenschach spielen. (Foto: Weirich)

Mit der Fertigstellung der Wohnanlage in der Konrad-Adenauer-Straße 38/38a und 40/40a und dem Bezug von 37 Wohnungen sowie dem Kauf der Häuser im Herborner Walkmühlenweg 5, 5a, 7, 9, 11, 13 und 15 von der Arbeiterwohlfahrt stieg der Bestand von 788 auf 927 Wohnungen. Die Mitgliederzahl wuchs von 1096 zum Jahresanfang 2014 auf besagte 1176 zum Jahresende.

Rund 1,3 Millionen Euro hat die Genossenschaft in den zurückliegenden Monaten in die Instandsetzung und die Modernisierung von Wohnungen investiert.

Erneuerungen und Modernisierungen von Häusern und Wohnungen stehen auch 2015 wieder an

Dieser Aufgabe gilt auch ein Großteil ihrer Vorhaben für das laufenden Jahr: 2015 werden zum Beispiel im Franzosenweg 23 alle Bäder saniert, in der Mühlbach 4 -8 muss das Dach erneuert werden, und die Fassade des Hauses Mühlbach 9 wird neu gestaltet und dem Stadtbild angeglichen. Zudem erfolgen immer dann, wenn Mieterwechsel anstehen, Modernisierungen.