Die GBS plant ein Nahwärmenetz

Wohnungswirtschaft Anschluss von rund 240 Wohnungen am Schießberg vorgesehen

Herborns Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft (GBS) hat erneut ein erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht: 2016 erwirtschaftete die GBS einen Überschuss von rund 407 100 Euro. Davon sollen 104 000 Euro als Dividende an die Mitglieder gehen.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr war die Modernisierung des Gebäudekomplexes an der Ecke Mühlbach/Schmaler Weg in der Kernstadt mit rund 893 000 Euro das größte Bauobjekt. Dort ist auch die Verwaltung der GBS untergebracht. Weitere Modernisierungen an einigen der insgesamt 114 Häuser mit 927 Wohnungen, 207 Garagen, sechs Büros und zwei Gewerbeeinheiten schlugen mit rund 681 500 Euro zu Buche.

„Auch wenn unser vorrangiges Interesse darin besteht, die Mietpreise langfristig günstig zu halten, wird es aufgrund der steigenden Material- , Handwerks- und Verwaltungskosten auch zukünftig notwendig sein, die Mieten moderat im gesetzlichen Rahmen anzupassen“, schreibt Geschäftsführer Mark-Thomas Kling in seinem Jahresbericht.

2016 habe die Durchschnittsmiete bei der Genossenschaft bei 5,08 Euro pro Quadratmeter gelegen. Nennenswerte Leerstände habe es nicht gegeben.

Die Zahl der Mitglieder ist von 1224 zum 1. Januar 2016 auf 1315 zu Beginn dieses Jahres gestiegen. Sie halten 9075 Anteile. Die GBS bietet derzeit 14,5 Arbeitsplätze in Teil- oder Vollzeit.

Für das laufende Jahr rechnet die Genossenschaft mit 3,93 Millionen Euro Mieteinnahmen. Für Instandhaltungsarbeiten sind rund 1,22 Millionen Euro vorgesehen. Für Zinsaufwendungen sind es 675 000 Euro.

Mit Blick auf die Zukunft nannte Kling in einem Gespräch mit unserer Redaktion zwei Großvorhaben: Zum einen plant die Genossenschaft mit den Herborner Stadtwerken als Partner ein Fernwärmenetz auf dem Herborner Schießberg.

An der jetzigen Trafostation in der Mozartstraße zwischen Kindertagesstätte und den beiden GBS-Hochhäusern soll eine unterirdische Wärmezentrale entstehen. An diese würden dann in den umliegenden Straßen nach und nach rund 240 Wohnungen in GBS-Häusern angeschlossen werden.

Foto: GBS Gebäude Schießberg

Hier soll die Zentrale entstehen: Herborns Bau- und Siedlungsgenossenschaft plant zusammen mit den Stadtwerken die Anlage eines Fernwärmenetzes am Herborner Schießberg. (Foto: Weirich)

Zum anderen gebe es langfristige Überlegungen für das Haus im Walkmühlenweg 13 gegenüber dem Gymnasium, in dem jetzt noch das Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) untergebracht ist. Wenn die AWO ihr neues Pflegeheim auf dem Vitos-Gelände an der Austraße gebaut und bezogen hat, bleibe zwar aller Voraussicht nach ein Tagespflegeangebot der AWO in dem Haus zurück. Dieses werde die GBS dann aber zu Seniorenappartements und möglicherweise auch für zu Seniorenwohngemeinschaften umbauen, sagte Kling.

An die Versammlung für die Mitglieder schließt sich die Feier zum 70-Jährigen Bestehen an
Am Mittwoch hat die GBS aber erst einmal Grund zum Feiern: An die jährliche Mitgliederversammlung, die um 16 Uhr in der Konferenzhalle in der Kaiserstraße beginnt, schließt sich nahtlos die Feier zum 70-jährigen Bestehen der Genossenschaft an.